Von den Grundlagen bis ins kleinste Detail

Das Thema Brustvergrösserung verstehen

Brustvergrösserungen gehören weltweit zu den sehr häufig durchgeführten Eingriffen. Sie sind in der Regel mit hoher Patientenzufriedenheit verbunden. Unter Brustvergrösserung versteht man das Einsetzen von Implantaten, die für eine vollere und straffere Brust sorgen oder auch die Symmetrie optimieren.

Eine kosmetische Brust-OP wird zu folgenden Zwecken durchgeführt:

  • Um von Natur aus kleine Brüste zu vergrössern.
  • Um die Fülle und Festigkeit nach Gewichtsverlust, Schwangerschaft oder Stillzeit wiederherzustellen.
  • Für eine bessere Symmetrie, falls sich die Brüste mässig in Grösse und Form unterscheiden.
  • Zur Verbesserung der Brustform bei Frauen, die unter schlaffer Haut oder Verlust der Hautelastizität leiden.
  • Zur Stärkung Ihres Selbstbildes und Selbstbewusstseins.

Der Grund, warum Sie über eine Brustvergrösserung nachdenken, ist individuell. Ihre Beweggründe sind unterschiedlich und persönlich. Wenn Sie Brustoperation letztendlich in Angriff nehmen, ist die Gewissheit, dass Sie eine ausgezeichnete und bewusste Brustimplantatsauswahl treffen, von grosser Bedeutung. Sobald Sie sich dazu entschieden haben, die Vergrösserung durchführen zu lassen, wird Ihnen ein persönliches Gespräch mit Ihrem Chirurgen dabei helfen, das richtige Implantat zur Erzielung Ihres neuen Looks und Befindens auszuwählen.

Zu berücksichtigende Faktoren

Der operative Eingriff

Wie bei allen operativen Eingriffen gibt es auch hier mögliche Risiken. Deshalb ist es wichtig, dass Sie diese direkt mit Ihrem Chirurgen besprechen. Abhängig von der bei Ihnen durchgeführten, spezifischen Brustvergrösserung dauert der Eingriff normalerweise 1-2 Stunden. Brust-Operationen erfolgen für Gewöhnlich ambulant, d.h. Sie dürfen am Tag der Operation direkt wieder nach Hause gehen.

In der Regel erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose. Eventuell wird Ihr Chirurg aber auch die Möglichkeit einer bewussten Sedierung mit Ihnen besprechen. Was die Zeit nach der Operation angeht, so hängt der Erholungsprozess von der individuellen Patientenverfassung und anderen variablen Faktoren ab. In den ersten 48 Stunden nach dem Eingriff könnte es zu erhöhter Körpertemperatur und Schwellungen kommen. Im Laufe der Zeit werden diese Beschwerden jedoch abklingen.

 

Zu berücksichtigende Faktoren

Einschnittstellen

 

1. Einschnitt in der Unterbrustfalte

(in der Falte unter Ihrer Brust)

  • Kann zu einer beschleunigten, postoperativen Erholungszeit führen
  • Der gleiche Einschnitt kann im Falle einer Revisions-OP verwendet werden
  • Die Narbe ist eventuell sichtbar, wenn sich der Patient in Rückenlage befindet
  • Geringeres Risiko einer veränderten Brustwarzenempfindlichkeit
  • Eignet sich für die meisten Implantatarten; besser für größere Implantate
 
 
 

 

Zu berücksichtigende Faktoren

Einschnittstellen

 

2. Einschnitt unterhalb der Brustwarze

(um den Warzenhof)

  • Kann zu einer beschleunigten, postoperativen Erholungszeit führen
  • Kann die Implantatentfernung im Falle einer Austauschoperation erleichtern
  • Die Narbe ist eventuell sichtbar, da sie sich in der Nähe der Brustwarze befindet
  • Höheres Risiko einer Brustwarzenüberempfindlichkeit oder eines Empfindlichkeitsverlusts
  • Mastopexie oder Brustlifting in Verbindung mit Brustvergrößerung möglich

 

Zu berücksichtigende Faktoren

Einschnittstellen

 

3. Einschnitt in der Achselhöhle

(in der Achselhöhle)

  • Normale Erholungszeit
  • Im Falle einer Revisions-OP muss der Einschnitt eventuell an einer anderen Stelle erfolgen
  • Keine sichtbare Narbe direkt auf der Brust
  • Geringeres Risiko einer Brustwarzenüberempfindlichkeit oder eines Empfindlichkeitsverlusts
  • Kann zu einer erschwerten Erstellung der Implantat-Taschen führen
 

Zu berücksichtigende Faktoren

Implantatplatzierung

Subglandulär

(unter dem Brustgewebe)

  • Kürzere Operationszeit
  • Schnellere Erholungszeit und möglicherweise weniger schmerzhaft
  • Empfohlene Platzierung für strukturierte Implantate
  • Verbesserte Kontrolle der oberen Brustform
  • Höheres Risiko einer Kapselkontraktur
  • Bei Patienten mit dünner Haut fällt das Implantat möglicherweise stärker auf
  • Stört möglicherweise bei einer Mammographie

Subpektoral

(unter dem Brustmuskel)

  • Komplexerer Eingriff
  • Längere und möglicherweise schmerzhaftere Erholungszeit
  • Wird nicht für strukturierte Implantate empfohlen, weil ein erhöhtes, durch Abrieb bedingtes Seromrisiko besteht
  • Besserer Schutz der Implantate und natürlichere Form
  • Geringeres Risiko einer Kapselkontraktur
  • Das Implantat fällt eventuell weniger auf und ist eventuell weniger spürbar
  • Geringstes Störungspotential bei einer Mammographie

In zwei Ebenen

(teils unter dem Muskel, teils unter dem Gewebe)

  • Der Eingriff dauert eventuell länger
  • Längere und möglicherweise schmerzhaftere Erholungszeit
  • Natürlichere Neigung in Richtung der Brustform; kaschiert Dellen im oberen Bereich
  • Präzise Implantatsplatzierung und bestmögliche Formung der unteren Brust
  • Reduziertes Risiko einer Kapselkontraktur
  • Fühlen und Erkennen der Implantatkante unwahrscheinlicher
  • Geringes Störungspotential bei einer Mammographie

Postoperative Nachsorge

Obwohl jeder Chirurg einen anderen Ansatz der postoperativen Nachsorge verfolgt, werden Sie höchstwahrscheinlich 1-3 Wochen nach dem Eingriff einer Kontrolluntersuchung unterzogen. Je nachdem, wie gut und schnell Ihr Heilungsprozess verläuft, sind eventuell weitere Besuche erforderlich. Zweck dieser Termine ist die Überwachung des Heilungsprozesses sowie die Kontrolle der ästhetischen Ergebnisse. Ihr Chirurg wird Ihnen individuelle Anweisungen und Informationen zur Verfügung stellen.

Im Allgemeinen erwartet Sie Folgendes:

  • Den Anweisungen Ihres Chirurgs ist unbedingt Folge zu leisten; alle verschriebenen Medikamente müssen eingenommen werden.
  • Am häufigsten erfahren Patienten Schmerzen, Hämatome und Schwellungen.
  • Ein elastischer Verband oder Stütz-BH kann zur Reduzierung der Schwellungen getragen werden um Ihre Brüste während der Heilung zu unterstützen.
  • Körperliche Betätigung und normale Aktivitäten erfolgen auf Anweisung Ihres Chirurgen.
  • Im Laufe der Zeit gehen die postoperativen Schwellungen zurück und die Einschnittstellen werden weniger sichtbar.

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Wichtige Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen

Bevor Sie sich für die Durchführung der OP entscheiden, nehmen Sie sich bitte Zeit und berücksichtigen Sie die folgenden, wichtigen Faktoren:

  • Sollten Sie sich dazu entscheiden, Ihre Brustimplantate entfernen und nicht ersetzen zu lassen, kann es zu unerwünschten und möglicherweise dauerhaften Dellen, Runzeln, Falten oder anderen kosmetischen Änderungen der Brust kommen. Damit Ihre Brüste ihr ästhetisch ansprechendes Aussehen behalten, ist eventuell ein Brustlifting oder ein anderer korrektiver Eingriff erforderlich.
  • Falls die Brustvergrösserung nicht durch Ihre Versicherung übernommen wird, müssen Sie sicherstellen, dass Sie alle mit der Brustvergrösserung und mit den dazugehörigen Eingriffen oder zukünftigen Bildgebungsuntersuchungen in Verbindung stehenden Kosten tragen können.
  • Um das Risiko einer Implantatsbeschädigung zu reduzieren, sollten Sie Ihren behandelnden Chirurgen über das Vorhandensein der Implantate informieren.
  • Die Motiva Implants® verfügen über eine Q Inside Safety Technology. Falls ein Teil einer Untersuchung eine Magnetresonanztomographie (MRT) vorgesehen ist, müssen Sie das zuständige Personal über den in Ihren Motiva Implants® befindlichen MRT-kompatiblen RFID-Mikro-Transponder informieren.
  • Brustimplantate sind keine Lösung für schlaffe Brüste. Um schlaffe Brüste zu korrigieren, ist abgesehen von der Vergrösserung eventuell auch ein Brustlifting erforderlich.
  • Es kann nicht garantiert werden, dass Brustimplantate ein Leben lang halten. Nach der OP besteht das Risiko einer Implantatruptur und Kapselkontraktur. Ausserdem werden Ihre Brüste auch nach der OP weiterhin altern. Zusätzlich können Faktoren wie Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust zu einer veränderten Brustoptik oder -haptik beitragen.
  • Falls Sie Brustimplantate haben und eine Mammographie durchgeführt werden muss, sind zusätzliche und spezielle Aufnahmen erforderlich, da sich Brustimplantate auf die Sichtbarkeit bei dieser Untersuchung auswirken können. Routinemässige MRT-Aufnahmen der Implantate und Unversehrtheit des Brustgewebes sind empfehlenswert.
  • Brustimplantate können sich abhängig von der angewandten chirurgischen Technik auch auf die Fähigkeit zu Stillen auswirken. Einige Frauen können nach einer Brustvergrösserung problemlos stillen, während es für andere zu einer Herausforderung werden kann.

Die Brustvergrösserung gehört weltweit zu den sehr häufig durchgeführten und erfolgreichen Eingriffen. Wie bei allen anderen Operationen ist es jedoch sehr wichtig, dass Sie die potentiellen Risiken direkt mit Ihrem Chirurgen besprechen.